Verabschiedung der Markus-Gemeinschaft

Wir blicken mit großer Dankbarkeit auf das zurück, was in diesen 24 Jahren an St. Aposteln möglich war ...
Altarraum_für_Eucharistische_Anbetung
Altarraum_für_Eucharistische_Anbetung
Datum:
9. Dez. 2021
Von:
Anita Spohn

Verabschiedung der Markus-Gemeinschaft


Liebe Freunde,

spätestens seit dem Beginn der Corona-Pandemie haben wir alle gemerkt, in welchen aufwühlenden, schnelllebigen und sich rasch verändernden Zeiten wir leben. Auch bei der Markus-Gemeinschaft ist dies nicht ohne Auswirkung geblieben. Seit März 2020 konnten wir keinen Gottesdienst in der uns vertrauten Form mit der Möglichkeit zum Gebet in Segnungsteams mehr feiern.
Unsere Gebetstreffen am Mittwochabend waren auch nur noch in unregelmäßigen Abständen und unter den jeweils geltenden Einschränkungen der aktuellen Gegebenheiten möglich. An die Durchführung von Glaubenskursen ist zur Zeit in der Art und Weise, wie wir sie über mehr als 20 Jahre angeboten haben, überhaupt nicht zu denken. Nicht nur die Umstände der Pandemie sprechen dagegen, sondern auch die geringen personellen und zeitlichen Ressourcen, auf die wir zurückgreifen können. So werden unsere Treffen und Gottesdienste in Zukunft leider nicht mehr stattfinden können.


Wir blicken mit großer Dankbarkeit auf das zurück, was in diesen 24 Jahren an St. Aposteln möglich war: das große Wohlwollen und die Unterstützung, die uns angefangen von Pfr. Biskupek und Pfr. Vosen bis zu den heute hier tätigen Seelsorgern entgegengebracht wurden,
die Gottesdienste, die wir feiern konnten, u.a. die Lichtfeiern, Umkehrliturgien und Pfingstbegegnungen,
die Glaubenskurse und Gebetstreffen und die Einkehrtage, die wir z.B. mit Pater Cantalamessa, dem Päpstlichen Hausprediger und nunmehrigen Kardinal, mit Pater Ernst Sievers von den Afrikamissionaren und seinen Teams aus Uganda, mit Sr. Usha, Pater Michael Marsch OP und vor einigen Jahren noch mit Kardinal Cordes aus Rom erlebt haben.

Vor allem blicken wir mit großer Dankbarkeit auf die Menschen zurück, mit denen wir ein Stück des Weges zu Gott und mit Gott gemeinsam gehen durften - in der Pfarrei, in der Stadt Köln und in dem großen Einzugsgebiet darüber hinaus, so dass wir manchmal nur staunen konnten, welchen Weg manche Menschen auf sich genommen haben, um dieses geistliche Angebot in Anspruch zu nehmen.  Gott hat zu jeder Zeit seine Werkzeuge, und er hat die Phantasie für immer neue Werkzeuge und immer neue Wege.

Wir sind dankbar, dass die Markus-Gemeinschaft in den vergangenen Jahren ein Werkzeug sein konnte, Gott neu kennenzulernen und sich in die Gemeinschaft mit ihm einzuüben. Und wir dürfen darauf gespannt sein, welche Werkzeuge er jetzt zur Hand nimmt und welche Wege er jetzt einschlägt, um einem jeden von uns immer wieder neu zu begegnen.

Wir danken einem jeden von Euch für die Begleitung, für jeden Einsatz und für das gemeinsame Gebet und bitten um Euer Verständnis für diesen Schritt. Wir freuen uns, wenn die Verbundenheit im Gebet bestehen bleibt und erbitten für uns alle die Führung des Heiligen Geistes für die nächsten Schritte und unser ganzes Leben, dass er uns bewahrt in der Freundschaft mit Jesus und in dem Vertrauen, in der Liebe unseres himmlischen Vaters geborgen zu sein.

Gerne hätten wir mit der Lichtfeier im Advent einen schönen Schlusspunkt gesetzt. Leider ist auch das aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Dieser Gottesdienst hätte das Thema „Sorge Du“ gehabt. Wir wünschen uns, dass dieses Wort jedem von Euch zum ständigen kurzen Gebet wird, in dem unser Vertrauen auf Gott immer weiter wachsen kann. 


Anita Spohn und Matthias Christ