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Dienstags-Orgel

In ganz Deutschland bekannt sind die Orgelfeierstunden im Kölner Dom. Seit mehr als 50 Jahren laden die Kölner Domorganisten jeden Sommer an den Dienstagabenden berühmte Organisten aus der ganzen Welt ein, um in 12 Konzerten den mit über tausend Zuhörern gefüllten Dom mit dem Klang der großen Orgeln zu erfüllen. An diese Tradition knüpft die Basilikamusik St. Aposteln an und bietet an den Dienstagen im September vier weitere Orgelkonzerte mit namhaften deutschen und internationalen Organisten an. Die Hauptorgel unserer Basilika, erbaut 1992 von der Orgelbaufirma Fischer und Krämer, ist mit 80 Registern auf vier Manualen und Pedal die nach der Domorgel zweitgrößte Orgel Kölns und für ihren warmen und gleichzeitig großen Klang bekannt und beliebt. Der Eintritt zu den Orgelkonzerten, die um 20 Uhr beginnen und etwa eine Stunde dauern, ist frei. 

Michael Utz, Brauweiler

Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788)
Sonata a-Moll, Wq 70/4, H 85
Allegro assai – Adagio – Allegro

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Schmücke dich, o liebe Seele BWV 654

Johannes Brahms (1833-1897)
Schmücke dich, o liebe Seele op. 122, Nr.5 

August Gottfried Homilius (1714 – 1785) 
Schmücke dich, o liebe Seele HoWV VIII.17

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542

Karel Salomon (1897 - 1974)
aus: Six pieces for Organ based on trad. Hebrew liturgical tunes
In the beginning - Far from Zion came the law - The hands of the poor - Fanfare

Félix Alexandre Guilmant (1837-1911) 
aus der Sonate Nr. 5 c-Moll op. 80,5
Allegro Appassionato – Adagio - Scherzo

 

Eintritt frei, Kollekte am Ausgang

Zutritt zu unseren Konzerten nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen (bringen Sie bitte unbedingt Ihren Nachweis mit!). Eine vorherige Anmeldung zu unseren Konzerten ist seit Inkrafttreten der neuen Corona-Schutzverordnung für das Land NRW nicht mehr erforderlich. 

Michael Utz

Michael Utz, geboren in Braunschweig, studierte Kirchenmusik, Orchesterleitung und Orgel in Hannover, Berlin und Groningen/NL. Seine prägenden Lehrer waren Wolfgang Zerer (Orgel), Lutz Köhler (Dirigieren), Erika Lux (Klavier), Lajos Rovatkay (Cembalo) und Peter Winkler (Liedklasse). Wertvolle Anregungen als Organist erhielt er bei Meisterkursen mit Harald Vogel, Jean Boyer, David Titterington und Jon Laukvik; 1999 war er Finalist beim Internationalen Orgelwettbewerb in Dublin.

Michael Utz war Kirchenmusiker in Berlin und Lehrbeauftragter für Korrepetition im Studiengang Musiktheater an der UdK Berlin sowie Mitarbeiter des Berliner Staats- und Domchores, bevor er 2003 Kantor an der Abteikirche Brauweiler am westlichen Stadtrand von Köln wurde. 
Mit dem AbteiChor St. Nikolaus und dem seit 2009 von ihm geleiteten Städtischen Chor Leverkusen hat er in den vergangenen Jahren in der Abtei Brauweiler und im Forum Leverkusen nahezu alle großen Oratorien und viele Chorkonzerte aufgeführt. Auch im Bereich der zeitgenössischen Musik ist Michael Utz aktiv. Als Organist spielte er diverse Uraufführungen und deutsche Erstaufführungen, als Dirigent war er verantwortlich für die UA von Harald Kimmigs „Sei:Stille“ für Stimme, Perkussion, Chor und Orchester und dirigierte 2016 die UA der „Nordlicht-Suite“ von Michael Villmow für Saxofon, Viola, Percussion und Sinfonieorchester.

Michael Utz ist künstlerischer Leiter des Musikfestivals Abtei Brauweiler classic nights und war 2015 Mitglied der international besetzten Jury des Kompositionswettbewerbs „Musica Sacra Nova“ unter der Schirmherrschaft des Päpstlichen Instituts für Kirchenmusik im Vatikan. Desweiteren arbeitet er als Korrepetitor und wirkt als Organist, Cembalist und Pianist bei Produktionen des WDR Köln mit. Als Konzertorganist tritt Michael Utz in ganz Deutschland, im europäischen Ausland, in Tansania und in Japan auf und erhält regelmäßig Einladungen zu Kirchenmusik-Festivals.

2020 wurde Michael Utz der Kulturpreis des Rhein-Erft-Kreises verliehen.

Sarah Kim, Paris

Gustav Holst (1874-1934)
Mars & Venus
aus: Die Planeten (arr. Jonathan Scott & Arthur Wills)

Philip Glass (*1937)
Mad Rush

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Variations sérieuses op. 54 
(arr. Reitze Smit)

Louis Vierne (1870-1937)
Menuet & Romance
aus: Symphonie Nr. 4, Op. 32

Béla Bartók (1881-1945)
Sechs rumänische Volkstänze
(arr. Sarah Kim)

Manuel de Falla (1876-1946)
Ritual Fire Dance
(arr Sarah Kim)


Eintritt frei, Kollekte am Ausgang

Zutritt zu unseren Konzerten nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen (bringen Sie bitte unbedingt Ihren Nachweis mit!). Eine vorherige Anmeldung zu unseren Konzerten ist seit Inkrafttreten der neuen Corona-Schutzverordnung für das Land NRW nicht mehr erforderlich. 

Sarah-Kim-07

Die Organistin Sarah Kim wuchs in Köln und Sydney auf. In jungen Jahren erhielt sie Geigen- und Klavierunterricht, entschied sich dann mit elf Jahren aber für die Orgel und begann ihre Ausbildung bei Miriam Gaydon in Sydney. Anschließend studierte sie am Sydney Conservatorium of Music bei Philip Swanton. Während ihrer Studienzeit arbeitete sie als Organistin im Rahmen von Stipendiatenstellen an der Universität Sydney, dem St. Paul’s College sowie der St. James’ Anglican Church und konzertierte mit dem Sydney Symphony Orchestra in den renommierten Konzertsälen Australiens.

Nach ihrem Abschluss erhielt Sarah Kim ein Stipendium für ein Aufbaustudium am „Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris“, wo sie in den Klassen von Prof. Olivier Latry und Prof. Michel Bouvard studierte und das Aufbaustudium mit der Bestnote und mit Auszeichnung abschloss. Wichtige Anregungen für ihre Arbeit erhielt Sarah Kim durch Meisterkurse bei Jean Guillou, Ton Koopman und Michel Chapuis. Um sich als Interpretin alter Musik weiterzuentwickeln, studierte sie an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel bei Prof. Wolfgang Zerer und Prof. Lorenzo Ghielmi.

Seit ihren Wettbewerbserfolgen beim Sydney Organ Competition, beim Newcastle Organ Competition sowie beim Internationalen Orgelwettbewerb von Paris zählt Sarah Kim zu den führenden Nachwuchsorganistinnen ihrer Generation. Die Wettbewerbserfolge ermöglichten ihr Konzertengagements an vielen bedeutenden Orgeln Europas. Sie spielte in der Schlosskapelle Versailles, in Notre-Dame und Saint-Eustache in Paris, in der Westminster Abbey, der Schottenkirche Wien, der Abtei Ottobeuren sowie auf renommierten Orgelfestivals wie dem Festival International d’Orgue de Chartres und dem Aukland Organ Festival. Mit dem Swedish Baroque Orchestra führte sie Händels Orgelkonzerte auf. Sarah Kim trat mit der Oxford Band of Instruments, dem Pariser Ensemble Le Balcon und dem Orchestre National de France auf. Neben ihrer Arbeit als Konzertorganistin ist sie in Paris an der Kirche L’Oratoire du Louvre tätig.

Prof. Dr. Winfried Bönig, Köln

William Walton (1902-1983)
Introduktion und Marsch

Franz Liszt (1811-1886)
Evocation a la Chapelle Sixtine
unter Verwendung von Themen von Allegri und Mozart

Charles Marie Widor (1844-1937)
Symphonie romane
1. Moderato
2. Lento

César Franck (1822-1890)
Choral Nr. 3 a-moll

Naji Hakim (*1955)
Embrace of fire (Umarmung des Feuers)
1. Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid
2. Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen
3. Wer durstig ist, komme zu mir und trinke, Halleluja!

Charles Tournemire (1870-1937)
Improvisation „Te Deum“
aufgezeichnet von Maurice Duruflé

 

Eintritt frei, Kollekte am Ausgang

Zutritt zu unseren Konzerten nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen (bringen Sie bitte unbedingt Ihren Nachweis mit!). Eine vorherige Anmeldung zu unseren Konzerten ist seit Inkrafttreten der neuen Corona-Schutzverordnung für das Land NRW nicht mehr erforderlich. 

WinfriedBoenig

Winfried Bönig wurde 2001 zum Domorganisten in Köln berufen und leitet als Professor für künstlerisches Orgelspiel und Improvisation seit 1998 den Studiengang "Katholische Kirchenmusik" an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Seinen ersten Orgelunterricht erhielt der gebürtige Bamberger mit dreizehn Jahren beim Domorganisten seiner Heimatstadt, Wolfgang Wünsch, bevor er 1978 in die Orgelklasse von Franz Lehrndorfer an der Münchener Musikhochschule aufgenommen wurde. Nach dem mit Auszeichnung abgelegten Examen erlangte er Abschlüsse in Dirigieren sowie das Meisterklassendiplom für Orgel. An der Universität Augsburg folgte das Studium der Fächer Musikwissenschaft, Geschichte und Musikerziehung. Seine Dissertation von 1992 bei Prof. Franz Krautwurst beschäftigt sich mit der süddeutschen Kantate zur Bach-Zeit, einem bis dahin noch weitgehend unerforschten Bereich der protestantischen Kirchenmusik.

Seine künstlerische Tätigkeit begann Bönig in Memmingen, wo er von 1984 bis 1998 als Organist und Dirigent an der dortigen Hauptkirche St. Josef wirkte. Unter anderem spielte Bönig einen Zyklus der gesamten Orgelwerke Bachs in fünfzehn Konzerten. Für seine musikalische Arbeit wurde ihm 1995 der Kulturpreis der Stadt Memmingen verliehen. Konzerteinladungen führen ihn Jahr für Jahr in alle Welt; in letzter Zeit wurde er zu feierlichen Orgelweihen und Premieren u.a. nach China, Russland und Spanien eingeladen. Daneben ist er auch immer wieder als Dirigent tätig.

Bönig war und ist Interpret zahlreicher Uraufführungen von Werken, die ihm Komponisten widmeten, so beispielsweise von Enjott Schneider, Jean Guillou, Naji Hakim, Stephen Tharp, Colin Mawby, Robert HP Platz und Daniel Roth. Schon seine erste CD mit Orgelwerken von Dietrich Buxtehude, erschienen 1988, wurde von der europäischen und amerikanischen Musikkritik begeistert rezensiert. Zahlreiche weitere Aufnehmen - als Organist und Dirigent - folgten und summieren sich inzwischen zu einer langen Diskographie unterschiedlichsten Repertoires. Große Beachtung fanden die Einspielungen der Orgeln im Kölner Dom sowie eine CD mit einer eigenen Transkription von Bachs Goldberg-Variationen.

Christian Barthen, Augsburg

Jeanne Demessieux (1921-1968)
Te Deum op. 11

Max Reger(1873-1916)
Benedictus op. 59

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Toccata und Fuge E-Dur BWV 566

Sigfrid Karg-Elert (1877-1933)
Harmonies du Soir

Marcel Dupré (1886-1971)
2. Symphonie op. 26

 

Eintritt frei, Kollekte am Ausgang

Zutritt zu unseren Konzerten nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen (bringen Sie bitte unbedingt Ihren Nachweis mit!). Eine vorherige Anmeldung zu unseren Konzerten ist seit Inkrafttreten der neuen Corona-Schutzverordnung für das Land NRW nicht mehr erforderlich. 

Barthen

Christian Barthen, geboren 1984 in Saarbrücken, wurde bereits zur Schulzeit als Jungstudent an der Hochschule für Musik Saar ausgebildet. Nach seinem Abitur absolvierte er seine Studien in Orgel (Konzertreife und Solistenexamen), Klavier und Cembalo (Diplom) sowie Evangelischer Kirchenmusik (A-Examen) und Musikpädagogik (Diplom) in Saarbrücken, Paris und Stuttgart.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei renommierten Orgel- und Musikwettbewerben, unter anderem beim "Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb" in Wiesbaden, beim Internationalen Orgelwettbewerb von St. Maurice d´Agaune (CH) und beim weltweit herausragenden "Grand Prix de Chartres" (F), dienten als Grundstein für eine außergewöhnliche Konzertkarriere als Organist und einer daraus entwickelten Reputation als Interpret des Orgelrepertoires. Seine Engagements als Solist führten ihn zu großen Festivals und Konzertreihen, Kathedralen und Konzerthäusern in ganz Europa, Russland, Ostasien und Südamerika.

Das Repertoire von Christian Barthen umfasst alle Epochen und Stile. Einen Schwerpunkt bilden seit einiger Zeit die Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts und das Werk von Johann Sebastian Bach (Orgel- und Klavierwerke, Kunst der Fuge, Goldberg-Variationen, Himmelfahrts- und Weihnachtsoratorium, Johannes-Passion, Kantaten, Cembalokonzerte, Brandenburgische Konzerte und Orchestersuiten - 2010 spielte er die Sechs Triosonaten für Orgel aus dem Gedächtnis). Dazu kommen Transkriptionen und Bearbeitungen, wie etwa die Sonate h-Moll von Liszt oder die Variations sérieuses op. 54 von Mendelssohn, sowie Neue und zeitgenössische Musik (darunter Welterstaufführungen und -einspielungen).

Rundfunk- und Fernsehproduktionen entstanden bei diversen Sendern der ARD sowie bei Radio France; als Aufnahmekünstler der Verlage Naxos und ifo/Organ publizierte er bisher vier kommerzielle CDs, vornehmlich mit Werken von Max Reger (opp. 7, 29, 33, 40, 59, 60, 63, 135b und die Schule des Triospiels).

Seit seiner Kindheit wirkt Christian Barthen als Kirchenmusiker, war unter anderem langjähriger Assistent von Prof. Theo Brandmüller an der Saarbrücker Ludwigskirche und von 2015 bis 2020 Kantor und Organist der Ev. Kirchengemeinde in Giengen an der Brenz. Zum März 2020 wurde er als Kirchenmusiker an die Ev. Hauptkirche St. Anna in Augsburg berufen. 

Schon zu Studienzeiten ist ihm das Weitergeben seines Wissens und seiner Fertigkeiten im Bereich der Orgel ein Anliegen geworden. In diesem Zusammenhang unterrichtete Christian Barthen unter anderem als Gastdozent bei internationalen Meisterkursen und Akademien für Musikhochschulen und Universitäten in Deutschland, Südkorea, Kolumbien und 2020 in Finnland.