Ambientfestival

Ambient-Festival (Zivilisation der Liebe)

Im Jahr 2005 wurde das Ambientfestival „Zivilisation der Liebe“ vom damaligen Pfarrer Christoph Biskupek zusammen mit dem Organisator Dietmar Saxler mit der Intention ins Leben gerufen, den kontemplativen Kirchenraum von St. Aposteln für elektronische Musik und Medienkunst zu öffnen. Entstanden ist dabei eine international einzigartige Plattform für Ambient und zeitgenössische Klassik.

Das Festival findet jährlich in St. Aposteln statt und steht immer unter einem wechselnden Motto, das den inhaltlichen und programmatischen Rahmen bildet.

Waren in der Anfangszeit des Festivals noch vor allem DJs zu Gast, hat es sich in den letzten Jahren immer mehr zu einer konzertanten klassischen Aufführungstechnik entwickelt. Wahrscheinlich begründet sich der Erfolg des Ambientfestivals gerade darin, dass die beiden (vordergründig konträren) Musikrichtungen Ambient und Klassik für den Kirchenraum wie geschaffen sind. Das Festival vereint dabei auch Elemente, die sich aus dem historischen Kontext der Stadt erschließen: Zu nennen sind die Tradition der elektronischen Musik in Köln (wie von Karl-Heinz Stockhausen u. a.) und die spirituelle Dimension der Kirchenmusik, die in St. Aposteln eine für die Liturgie wichtige Rolle einnimmt.

Impressionen des Ambientfestivals

7 Bilder

Seit seinem Start sucht das Festival nach einer christlichen Botschaft in der Musik. Im Jahr 2012 war die „Transzendenz in der Musik“ Thema eines Symposiums mit Professor Wolfgang Bretschneider.

Das Ambientfestival verzeichnet mittlerweile eine überregionale Beachtung, wie die zahlreichen Besucher aus den Benelux-Staaten, Frankreich, Großbritannien und Tschechien bestätigen. Die zwei bedeutendsten Magazine für elektronische Musik, De:Bug und Groove, sowie die Kölner Stadtrevue präsentieren das Festival. Das britische Online-Magazin FLUID-RADIO veröffentlichte im Jahr 2012 einen sechsseitigen Sonderbericht mit Künstlerinterviews und Hintergrundinformationen.

Über alle vier Konzertabende hinweg wird dem Besucher ein Programm geboten, das „Hochkaräter der Klangkunstszene“ (Zitat De:Bug) bietet: so waren unter anderem die Künstler HAUSCHKA, SYLVAIN CHAUVEAU, NILS FRAHM, JOHN TILBURY, LUBOMYR MELNYK, GREG HAINES und PETER BRODERICK bereits zu Gast in St. Aposteln.

Eine besondere Komponente ergänzt das Festival: Licht- und Videokünstler verändern während der Konzerte den Raum und schaffen eine beeindruckende und mystische Atmosphäre. Jedes Jahr wird ein neues auf den Raum konzipiertes Lichtkonzept erstellt und von Visual-Artists umgesetzt